23.09.13

FC Schönau - FC Erzingen 1 : 1 (1:0)

 
FC Schönau - FC Erzingen
 
FC Schönau - FC Erzingen
FC Schönau - FC Erzingen
Fotos: Benedikt Hecht

Schönau gibt den Sieg noch aus der Hand

1:1-Remis gegen Erzingen / Schönau wartet weiter auf ersten Heimsieg

Stark gekämpft hatte die Mannschaft von Trainer Dominic Günther, doch am Ende reichte es wieder nur zu einem Unentschieden vor heimischen Publikum. So wartet der FC Schönau weiterhin auf den ersten Heimdreier. Nur noch zehn Minuten waren zu spielen, der FC Schönau führte zu Hause mit 1:0 gegen den FC Erzingen, die ersten drei Heimpunkte schienen in greifbarer Nähr, da zog der Erzinger Verteidiger Stefan Fels aus knapp zwanzig Metern einfach mal ab. Sein Schuss nahm Geschwindigkeit auf und zog wie an einer Schnur gezogen an Freund und Feind vorbei, schlug ein in die Maschen des Schönauer Gehäuses. Ein Entsetzensschrei entfuhr dem heimischen Anhang. Ein Tor Marke Sonntagsschuss hatte für den Ausgleich der Gäste gesorgt. Ärgerlich für die Gastgeber, aber nicht unbedingt unverdient für die Gäste - und doch so typisch für diesen Samstagnachmittag.
"Es ist unheimlich schade, dass es wieder nicht gereicht hat - doch das war heute Erzingen, nicht irgendwer", sagte der enttäuscht wirkende Schönauer Trainer Dominic Günther direkt nach dem Schlusspfiff und stellte zugleich fest, dass der Aufsteiger bisher nur die Topmannschaften der Liga zu Hause empfangen hatte. Doch runterziehen wird der erneut verpasste Heimdreier seine Mannschaft nicht, dessen ist sich Günther sehr sicher: "Das ist eher zusätzliche Motivation für die Jungs."
Frühe Führung für die Hausherren

Bereits nach neun Minuten waren die Einheimischen in Führung gegangen. Ein Gewühl im Erzinger Fünfmeterraum, der erste Schussversuch von Stefan Asal konnte noch geklärt werden, doch im Nachsetzen stocherte er den Ball über die Linie. Riesenjubel unter dem Schönauer Anhang. Der Bezirksligaaufsteiger schien auf einem guten Weg. Weiter spielte die junge Truppe von Dominic Günther munter nach vorne, setzte bei eigenem Ballverlust sofort nach. Das eigene Pressing begann weit in der Erzinger Hälfte. Keine Verschnaufpause ließen sie den Gästen. Der zweite Treffer sollte so schnell wie möglich her.
Wieso Schönau gegen Ende der ersten Hälfte einen Gang runterschaltete, bleibt fraglich. Richtig Probleme bekamen sie dann mit Beginn des zweiten Durchgangs. Kurzzeitig wurden sie in der eigenen Hälfte regelrecht eingeschnürt, Befreiungsangriffe wurden immer seltener. Vielmehr bekam Erzingen immer mehr die Oberhand und versuchte krampfhaft, den Ausgleich zu erzielen. Doch das Tor von Christian Held schien zu diesem Zeitpunkt wie vernagelt. Seine zwei, drei Unsicherheiten aus Durchgang eins waren vergessen und folgenlos geblieben. Hitziger und ruppiger wurde es nun auch auf dem Feld. Als niemand mehr an einen Torerfolg der Gäste glaubte, gelang Fels dann der Ausgleich durch seinen Sonntagsschuss. Ein Schock für den Aufsteiger, die Köpfe der jungen Truppe hingen kurz enttäuscht. Günther versuchte, sie durch Reinbrüllen wieder wachzurütteln. Der FC Erzingen witterte seine Chance.

Fairplay-Gedanke außer Acht gelassen

Vielleicht war noch mehr drin am diesem Samstagabend, dachten sich die Gäste und ließen kurzzeitig den Fairplay-Gedanken außen vor. Als die Schönauer einen ihrer in der Schlussphase seltenen Angriffer vortrugen, blieb der Erzinger Verteidiger Colucci Carlo in der Schönauer Hälfte liegen und wälzte sich vor Schmerzen. Kaum hatten die Gastgeber am Erzinger Strafraum ihren Angriff unterbrochen und den Ball aus gespielt, sprang er auf und sprintete auf seine Position in der Abwehr - Wunderheilung. In zwei weiteren Situationen weigerten sich die Gäste, den Ball aus zu spielen, als Schönauer Spieler verletzt am Boden lagen und führten ihren Angriff, sehr zum Unmut der Einheimischen, zu Ende.
Dementsprechend regte sich Schönaus Coach Günther nach dem Spiel auch über die Gäste auf "Fairplay sieht anders aus" und hätte sich auch vom Schiedsrichter etwas mehr Fingerspitzengefühle gewünscht. Damit spielte er auf die Gelb-Rote Karte für seinen Stürmer Matthias Steinebrunner(85.) an, die für die meisten Anwesenden überflüssig gewesen war.
Erzingens Trainer Kalem Spomenko war nach dem Ende der Partie zufrieden mit dem Unentschieden: "Es gab wenige richtige Chancen auf beiden Seiten - ich kann jedenfalls mit dem Punkt gut leben" und erwähnte noch, dass der Schönauer Kunstrasen für seine Mannschaft ungewohntes Geläuf gewesen sei.

Schönau: Held, J. Steinebrunner, M. Behringer, Schulz, Kiefer, Asal, Pfeifer, Gutmann (65. Markanic), Weiss, T. Behringer, M. Steinebrunner.

Erzingen: Simanowski, J. Göbel, Kadriu, Bauer (65.Ciftci), Maier, Indlekofer, Di Feo, Fels, Lohr, M. Göbel, Michel (60. Colucci).

Schiedsrichter: Ali Nassereddine (Ballrechten-Dottingen).
Tore: 1:0 Asal (9.), 1:1 Fels (80.).
Gelb-Rot: M. Steinebrunner (85.).

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